Drei PCs für die Erstklässler
Gräfendorf (GHS) "Herr Direktor, wir singen dir ein Lied", versprachen die Erstklässler aus der Gräfendorfer Schule. Helmut Kraft, der Leiter der Raiffeisenbank Karlstadt-Gemünden, hatte der Schule nämlich drei gebrauchte Computeranlagen gespendet. Und dafür bekam er das Lied von den Schneeflöckchen zu hören, das die dankbaren Schüler für ihn sangen.
Berührungsängste hatten die Kleinen nicht mit der modernen Technik, denn bei ihnen daheim steht meist schon ein Personalcomputer. Auch die Schule hat schon längst einen Computerraum. Doch diese zehn Computer sind reserviert für den Unterricht von Lehrer Rudolf Herold. ** Da sei es doch eine schöne Ergänzung für den Schulalltag, wenn so ein Gerät jetzt auch im Klassenzimmer zur Verfügung stehe, meinten die Schüler. Die beiden anderen Geräte landeten in der zweiten und vierten Klasse.
Gefreut über die nette Spende hatte sich auch Schulleiter Lothar Ködel. Der hatte bei der Bank nachgefragt, ob sie wieder einmal Computer ausrangieren würden, als er von einer ähnlichen Aktion der Raiffeisenbank in Rieneck erfahren hatte. Seine Anfrage hatte sich gelohnt. Ködel sieht Computer als zeitgemäße und unterstützende Elemente für den Unterricht an.
Schon waren die Schüler dabei, die auf ihr Alter zugeschnittene Lernsoftware zu testen. In der gestellten Rechenaufgabe waren Zahlen zu addieren. Den Schwierigkeitsgrad konnten die begeisterten Schüler selbst bestimmen. Auch zum Malen und Gestalten wollten sie den Computer nutzen. Na klar, auch ein Spielchen sollte es hin und wieder mal sein.
Kraft war zufrieden mit der Aktion. Statt ein paar Euro bei der Inzahlungnahme zu bekommen, sei mit dem Einsatz der Gebrauchtgeräte in den Schulen ein viel höherer Zweck erfüllt worden. (Mainpost am 06.02.2004) ** Anmerkung des Webmasters: Das stimmt allerdings nicht. Selbstverständlich dürfen alle Schüler der Schule in den Computerraum!!
Einladung in Schönschrift 
Gräfendorf (GHS) Eigentlich hätten die Schüler aus der Fünften deutsche Grammatik pauken müssen. Doch sie schrieben Einladungen von Hand. Klassenlehrer Rudolf Herold meinte, dass die Schüler auch lernen sollten, wie man ein attraktives Schriftstück verfasst.
Die von Hand geschriebenen Einladungen sollen den Ehrengästen zur Waldarbeitsmeisterschaft (17. und 18. April) zugesandt werden. Jeder Ehrengast soll ein individuell gestaltetes Anschreiben erhalten, so die Grundidee, die von Kurt Dietl stammt. Die handgeschriebenen Einladungen werden bestimmt Anklang in der heutigen Computerzeit finden, waren sich die Schüler einig.
Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Etliche Schüler hatten schon im voraus geübt, wie sie eine Motorkettensäge zeichnen. Jetzt ging es flott von der Hand. Andere Schüler hatten die Natur im Blickfeld und verschönten ihre Einladung mit Blumen und Schmetterlingen. Wieder andere bewiesen ihr Können mit einer besonders augenfälligen Grafik des Wortes "Einladung".
Es mache ihnen Spaß, meinten die Schreiber. Sie waren sich sicher, dass die Empfänger so eine tolle Einladung nicht in den Papierkorb werfen würden. Und wenn die Ehrengäste Mitte April endlich eintreffen, wollen die Schüler nachfragen, wie ihnen die Einladung gefallen hat. (Mainpost am 20.02.2004)
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