| Gräfendorf (GHS) Hammerschläge hallen durch das große Turnhallengebäude. Die Säge kreischt. Gerade werden die aus dem Gräfendorfer Gemeindewald stammenden Holzpaneele auf die richtige Länge zurecht geschnitten und an die Wände gebracht. Im Obergeschoss kleistern derweilen fleißige Hände die Tapeten ein. Auf Hochtouren gehen momentan die Innenausbauarbeiten in der Turnhalle vonstatten. Grund genug für Bürgermeister Adolf Lutz, einmal Zwischenbilanz der Bauarbeiten zu ziehen. Runde 540 000 der kalkulierten 650 000 Euro seien bislang verbaut worden, bestätigte Lutz am vergangenen Samstag. Diese Beträge stecken auch im komplett neuen Anbau, der an Stelle der in diesem Jahr zu Pfingsten entfernten Giebelwand die zwölf mal sechs Meter große Bühne hat erstehen lassen. Ohne die Halle betreten zu müssen, gelangt man von den im Obergeschoss liegenden klimatisierten Umkleideräumen und Duschanlagen hinter die Bühne in einen Vorraum. Dieser Zugang sei ein nicht zu unterschätzender Vorteil für die Aufführenden, sagte Lutz. Die Be- und Entlüftung der Räume sei so konzipiert, dass die Wärme zurückgewonnen werden könne. Völlig neu ist auch der gläserne Windfang an der Ostseite des Gebäudes. Außer Glas hatten dort auch die Materialien Aluminium und Holz Verwendung gefunden. Für den Besucher verborgen bleibt das Lager für die Holzhackschnitzel. Mit dieser Heizungsart bewiesen die Planer Umweltbewusstsein und leisteten einen wertvollen Beitrag zur Förderung nachwachsender Rohstoffe, so Lutz. Ohne die immense Eigenleistung vieler Helfer wäre das Projekt von vorn herein zum Scheitern verurteilt gewesen, betonte Lutz. Er erwähnte anerkennend örtliche Vereine wie die Feuerwehr, den Obst- und Gartenbauverein, den Musikverein, den Sportverein, den Wanderverein, aber auch den Elternbeirat der Schule und den TSV Wolfsmünster. Der Gräfendorfer Chor habe seine Hilfe bei der Endreinigung zugesagt, bestätigte Lutz. Noch müssen weitere Arbeiten wie zum Beispiel die Anstriche oder die Fußbodenverlegung und der Einbau von Türen erledigt werden. Lutz hofft auf einen Abschluss dieser Arbeiten bis Anfang Dezember. Wobei er nicht ausschließen kann, dass immer noch ein paar kleinere Arbeiten nach diesem Zieltermin fällig sein werden. Fest stehe, dass der Fasching im kommenden Jahr in dieser Turnhalle gefeiert werden soll. Sie könne dann mit Recht die Bezeichnung Mehrzweckhalle tragen. Lutz würde sich noch über weitere Helfer freuen, die sich werktags zwischen 830 und 17 Uhr und samstags ab 8.30 einfinden können. Regelmäßig treten die Helfer vom Sportverein an den Dienstagen und Donnerstagen abends an, um ihre Eigenleistungen zu erbringen. Wie viele Stunden inzwischen schon geleistet wurden, verriet Bürgermeister Lutz jetzt noch nicht. Diese Zahl soll als Überraschung direkt nach Bauabschluss oder zur Einweihung bekannt gegeben werden, bestätigte der Bürgermeister. |